Aktuelles

Neue Servertechnologie der Praxis

Durch die zunehmende, digitale Datenarchivierung und Koordination verschiedenster Technologien (Ultraschall mit Bildarchivierung und damit die sofortige Überprüfung von Bildverläufen über Jahre, Urodynamische Druckmessungen mit der Kurvenarchivierung und damit auch Verlaufsbeobachtung oder der Vergleich vor der Op mit nach der Op., Röntgenarchivierung mit Verlaufsbeobachtung und Vergleichsmöglichkeiten) hat es notwendig gemacht, die EDV Struktur zu überarbeiten und sicherer zu gestalten. Dazu haben wir die neueste Servertechnologie integriert, die nun allen EDV Ansprüchen der nächsten Jahre gerecht wird.

Medikamentöse Tumortherapie

Bei dieser Zusatzbezeichnung geht es um die Indikationsstellung (ob und in wie weit eine Therapie notwendig ist), Durchführung und Überwachung der zytostatischen (tumorzellzerstörend), immunmodulatorischen (immunsystemaktivierende), antihormonellen (hormonbeeinflussend) sowie supportiven (unterstützende) Therapie bei soliden Tumorerkrankungen des Gebietes einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen.

Dahinter verbirgt sich, insbesondere in der heutigen Zeit, ein komplexes Verständnis für die urologischen Tumorerkrankungen und für die neuen Therapiemöglichkeiten, die viel schonender und meist nicht mehr über eine Vene sondern oral (als Tablette) applizierbar sind.

Unser Vorteil, mit der Erweiterung dieser fachlichen Qualifikation und damit auch Überprüfung unserer bisherigen Diagnostik und Therapie, auf diesem Gebiet, sind Vorgehensweisen, die nicht Studienbedingungen erfüllen müssen und damit nur überprüfte und bewährte Therapieoptionen in unser Praxis zur Anwendung bringen. Hinzu kommt der persönliche Ansprechpartner des Patienten in Kombination mit hoher fachlicher Kompetenz. Dies auch unter dem Aspekt, dass wir zwischen ambulanter und stationärer Therapie jederzeit, ja nach Befinden des Patienten, wechseln können.

Onkologisch qualifizierter Arzt nach der Vereinbarung der Krankenkassenverbände

Um die Qualitätsanforderungen für die medikamentöse Tumortherapie noch zu erhöhen, haben sich die Krankenkassenverbände auf zusätzliche Kriterien geeinigt, die der schon qualifizierte Arzt erbringen muss, damit er diese Therapien an Kassenpatienten durchführen und abrechnen darf. Dazu gehören der Nachweis von rein onkologischen Fortbildungspunkten (die nur mit Tumortherapien verbunden sind), Arzneimittelberatungen durch unabhängige Apotheker, um die Kosten, der teilweise sehr teuren Therapien in Grenzen zu halten.

Hinzu kommt der Nachweis von Kooperationen mit anderen Arztfachgruppen im Sinne einer interdisziplinären Zusammenarbeit zur Lösung komplexer Erkrankungsgeschehen und der Nachweis der regelmäßigen Patientenzahlen mit Tumorerkrankungen im eigenen Patientenkollektiv.

Einführung eines minimalinvasiven Prostatakarzinom Therapiezentrums

Zwei internationale Studien haben in der Urologie eine heftige Diskussion über die Therapie des Prostatakarzinoms ausgelöst und dafür gesorgt, dass in den aktuellen S3-Leitlinien (d.h. Leitlinien nach dem höchsten wissenschaftlichen Evidenzgrad) auch die Active Surveillance, d.h. die aktive Überwachung des Prostatakarzinoms, unter bestimmten Kriterien neben der radikale Prostatektomie, Strahlentherapie oder der Brachytherapie einen gleichwertigen Stellenwert erhält.

Die ständig verfeinerte Früherkennung des Prostatakarzinoms bestätigte zunächst die These „Früh erkannt ist sicher geheilt“ - die - „Heilungsraten“ stiegen rasant an. Dass gar nicht jeder Tumor eine Heilung verlangt, weil er ohne Früherkennung niemals symptomatisch geworden wäre, wurde nur langsam eine allgemeine Erkenntnis. Die Daten der ERSPC-Studie (European Randomized Study for Prostate Cancer) haben in diesem Zusammenhang eindrucksvoll belegt: mindestens 48 von 116 Tumoren wären ohne Screening nicht diagnostiziert worden (Schröder 2009). Diese Zahl sollte jeden Operateur nachdenklich stimmen. Vor diesem Hintergrund konnte die Empfehlung zu defensiven Strategien in der aktuellen S3-Leitlinie mit sehr starker Zustimmung verabschiedet werden – und damit auch alternativen Therapieverfahren Einzug in die Prostatakarzinombehandlung gewähren...

 

(C) 2015 Dr. Deindl

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